Chronik 1894 - 2014

Chronik der FF Losensteinleiten

1894 – 2014

 

Die Feuerwehr Losensteinleiten wurde 1894 als 2. Zug der Feuerwehr Wolfern gegründet. Aber schon beim Gründungsfest 1895 kam es zu Meinungsverschiedenheiten, deshalb wurde der Wunsch nach einer eigenen Feuerwehr laut. Dieses Unterfangen war aber gar nicht so einfach, denn zunächst mußte eine Unterschriftensammlung bei sämtlichen Hausbesitzern in Losensteinleiten, Wickendorf, Kroisbach und Maria Laah durchgeführt werden. Zudem mußten noch eigene Statuten ausgearbeitet werden, die dann der Gemeindevertretung zur Vorlage gebracht wurden. Am 20. Oktober 1897 war es dann endlich soweit. Die Statuten wurden vom Gemeindeausschuß und ihren Vorsteher, Hrn. Bgm. Josef Luger sowie vom Gemeinderat Johann Hartmann genehmigt und mitunterfertigt. Am 15. Oktober 1897 wurde das Bestehen der FF Losensteinleiten auch von der k.u.k. Statthalterei zur Kenntnis genommen.

Die Initiatoren und eigentlichen Gründer der FF Losensteinleiten waren Johann Hartmann, Franz Wild und Anton Klatzna.Insgesamt hatte die FF Losensteinleiten damals 22 Mitglieder.

 

Kommandanten:

 1. Feuerwehrhauptmann Johann Hartmann von 1897 bis 1911

 2. Feuerwehrhauptmann Johann Wild von 1911 bis Februar 1919

3. Feuerwehrhauptmann Anton Klatzna von 1919 bis 1933

4. Feuerwehrhauptmann Leopold Kreutzinger von 1933 bis März 1938

5. Feuerwehrhauptmann Georg Mayr von März 1938 bis Juni 1938

6. Feuerwehrhauptmann Leopold Kreutzinger bis zur Zusammenlegung der FF Wolfern u. FF Losensteinleiten und in späterer Folge auch die FF Dietach

7. Feuerwehrhauptmann Herbert Zwickelhuber von 1938 bis 1939 nach Zusammenlegung zu einer Gemeindefeuerwehr

8. Feuerwehrhauptmann Karl Steinmayr 1939 bis Mai 1941

9. Feuerwehrhauptmann Leopold Kreutzinger von Mai 1941 bis zur Trennung der Wehren im Mai 1947

10. Feuerwehrkommandant Karl Steinmayr von Mai 1947 bis September 1949

11. Feuerwehrkommandant Leopold Kreutzinger von September 1949 bis Oktober 1953

12. Feuerwehrkommandant Albert Zabern von Oktober 1953 bis März 1956

13. Feuerwehrkommandant Franz Ackerl von März 1956 bis Juni 1963

14. Feuerwehrkommandant Josef Girkinger von Juni 1963 bis 1968

15. Feuerwehrkommandant Franz Ackerl von 1968-1978

16. Feuerwehrkommandant Martin Kreutzinger von 1978 - 1993

17. Feuerwehrkommandant Leopold Lederhilger von 1993 - 2013

18. Feuerwehrkommandant Ernst Hundsberger von 2013 bis

 

Anschaffungen:

 

Bis 1923 konnte man die Brände lediglich mit einer Handdrückspritze nebst dazugehörigem Schlauchmaterial und Holländergewinden bekämpfen. Danach wurden die Einheitskupplungen eingeführt, welche eine bedeutende Verbesserung bei der Schlauchlegung bedeuteten.

1930 wurde der 1. Rüstwagen mit einem Steyr-Automotor gekuppelte Motorpumpe erworben.

1940 wurde von der Gemeinde eine R80 von der Fa. Rosenbauer angekauft.

1945 im Jahre des Zusammenbruches des Deutschen Reiches wurden aus den Wehrmachtsbeständen 2 Motorspritzen und ein Steyr A-Typ, welcher zu einem Rüstwagen umgebaut wurde, organisiert. Außerdem wurde 1946 ein eigenes Depot für die FF Losensteinleiten errichtet.

1959 wurde eine VW-Spritze von der Fa. Rosenbauer angekauft. Da im Oktober 1959 der alte Rüstwagen bei einem Unfall einen Totalschaden erlitt, wurde ein gebrauchter Rüstwagen Steyr A-Type GT 8 von der Fa. Rosenbauer um 12.000 Schilling erstanden. Aufgrund des hohen Benzin verbrauches des Steyr A-Types (mind. 60 Liter / Km) wurde schon bald darauf ein gebrauchter VW-Bus um 16.000 Schilling vom Roten Kreuz in Steyr erworben.

1966 wurde ein neuer Rüstwagen Marke Fiat 1300 um 71.000 Schilling angeschafft.

1973 konnte die Feuerwehr das erste Tanklöschfahrzeug der Wehr, einen TLF 2000 Trupp, auf einem Steyr 590 von der Fa. Rosenbauer aufgebaut, um 619.000 Schilling ihr Eigen nennen. Weiters wurden 1973 noch 2 Atemschutzgeräte angekauft.

1975 erhielt die FF dann ein drittes Atemschutzgerät kostenlos vom LFK. Im selben Jahr wurde der Tankwagen auch noch mit Funk versehen. Durch die Rückgabe des alten Rüstwagens Fiat 1300 bei der Lieferung des Tanklöschfahrzeuges entschloß man sich 1976 zum Ankauf eines Bedfords um 25.000 Schilling, der dann in Eigenregie zu einem Rüstwagen umgebaut wurde. Umbaukosten weitere 25.000 Schilling. Nun war es an der Zeit, auch an den Bau eines neuen Feuerwehrzeughauses zu denken, da das alte Depot für die umfangreiche Ausrüstung bereits zu klein geworden war.

1978 wurde ein Grundstück erworben, ein Jahr später war Baubeginn.

1981 nach unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrkameraden war der Feuerwehrhausbau vollendet. Nach insgesamt 4500 Stunden freiwillig geleisteter Arbei und Gesamtkosten von 2,4 Mio. Schilling wurde im Juli 1981 beim Feuerwehrfest das neue Zeughaus geweiht. Bereits 1980 war die FF an das Sirenennetz und die Funkalarmierung angeschlossen worden.

1983 wurde ein Notstromaggregat erworben.

1984 wurde dann ein neuer Rüstwagen LFB Mercedes 508D um 560.000 Schilling angekauft. Dazu kamen 1986 eine Tauchpumpe und 3 Handfunkgeräte.

1989 wurden 2 weitere Handfunkgeräte und 1 Mobilgerät für den LFB erworben.

1991 erfolgte die Weihe der neuen Tragkraftspritze TS 12 BMW-Fox sowie die Einleitung eines Telefonanschlusses im Feuerwehrhaus.

Im Jubiläumsjahr 1997 wurde eine Florianstation für die "stille Alarmierung" eingerichtet. 

1998 konnte die Feuerwehr den mitlerweile über 25 Jahre alten Steyr 590 Trupp durch ein modernes Tanklöschfahrzeug TLF-A 2000 der Fa. Rosenbauer Steyr 13S23 ersetzen.

In den folgenden Jahren wurde das TLF-A 2000 mit Notstromaggregat (14 KVA), einem Hochleistungslüfter und einem Hydraulischen Bergegerät ausgestattet.

Durch die Gründung der Jugendfeuerwehrgruppe im Jahre 2004 wurde ein gebrauchter VW T3 Synchro als Kommandofahrzeug und Mannschaftstransporter um 1.500 € angekauft.

2008 wurde dieser VW T3 durch einen wiederum gebrauchten MTF Renault Trafic um 3.000 € ersetzt.

2014 wurde als Ersatz des 30 Jahre alten LF-B´s ein modernes KLFA Mercedes-Benz Sprinter 519CDI der Fa. Rosenbauer um 120.000 € angekauft. Aufgrund des schlechten technischen Zustandes des MTF wurde im selben Jahr ein zweiter Mercedes-Benz Sprinter angekauft und als KDOF in Eigenregie umgebaut. Die Kosten von 25.000 € inkl. Umbau wurden von der FF Losensteinleiten selbst finanziert